Preisscanner · Kombigerät mit Scanner · Self-Service-Terminal · 9 Ausführungen von 5–32 Zoll · Android und Windows
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Einkaufsführer

Einkaufsführer für Preisscanner: Auswahl, Prüfung und Inbetriebnahme

Dieser Leitfaden folgt der Beschaffungsreihenfolge: erst das Problem klären, dann das Modell nach Standort wählen, danach prüfen, in Betrieb nehmen und abnehmen. Es geht nur um Maßnahmen, die Sie vor Ort überprüfen können, nicht um Datenblätter.

Erster Teil: Erst die drei Kostenfälle rechnen, dann die Stückzahl entscheiden

Die erste Rechnung ist das Personal. In einem mittleren Supermarkt wird das Personal täglich einige Dutzend Mal nach Preisen gefragt, jede Unterbrechung kostet 1–2 Minuten. Gibt man die wiederkehrende Preisauskunft an ein Gerät ab, spart das nicht das Gehalt einer Arbeitskraft, sondern gibt die Zeit an Nachfüllen, Warenpräsentation und eigentliche Kundenbetreuung zurück.

Die zweite Rechnung sind Preisfehler. Weicht die Auszeichnung am Regal vom Preis im System ab, führt das zunächst zu Kundenbeschwerden, in schweren Fällen zu einer behördlichen Sanktion. Der Preisscanner zeigt den Preis aus dem System und macht Auszeichnungsfehler sichtbar, bevor der Kunde an die Kasse kommt.

Die dritte Rechnung sind die Umrüstkosten. Elektronische Regaletiketten decken den ganzen Markt ab, die Investition wird nach der Etikettenzahl gerechnet; bei Preisscannern richtet sich die Stückzahl nach der Zahl der Standorte. In Filialen, in denen elektronische Etiketten noch nicht ausgerollt sind oder die Regalkonstruktion keine Etiketten zulässt, sind Preisscanner die Ergänzung.

Fazit: Zuerst die Stellen markieren, an denen Kunden stehen bleiben und nach Preisen suchen, dann die Bestellmenge nach der Zahl der Standorte festlegen und nicht nach der Verkaufsfläche schätzen.

Zweiter Teil: Modell nach Standort wählen, nicht ein Modell für den ganzen Laden

In einem Laden sollten drei Standortarten nicht dieselbe Konfiguration bekommen:

StandortBildschirmModelleBegründung
Regalenden, Seitenwände von Kühlregalen, schmale Stützen5″ / 8″XT802C / XT802DBegrenzte Breite, der Kunde steht nah, ein kleiner Bildschirm genügt und kostet weniger
Hauptgang, Kategorieeingang, neben dem Apothekentresen10.1″XT802E / XT802E-X86Bietet Platz für Produktbilder und mehrere Zeilen Angaben, lesbar aus 1 m
Ladeneingang, Rolltreppenabgang, vor Umkleidekabinen15.6″XT802F / XT802F-X86Aus der Ferne lesbar, geeignet für Aktionen und Orientierung
Servicetheke, wenn ein Ausdruck nötig ist21.5″ / 32″XTCM215 / XTCM320Großer Bildschirm plus Drucker- oder Ausweis-Modul, übernimmt kombinierte Selbstbedienungsaufgaben

Die Systemwahl hängt von einer Frage ab: Wo läuft die Software? Für Webseite oder Android-App gilt die Android-Version, für einen Windows-Client die X86-Version. Die Befestigungslöcher sind bei beiden identisch, und ein späterer Systemwechsel bedeutet, das ganze Gerät zu tauschen; legen Sie das schon bei der Auftragserteilung fest.

Dritter Teil: Fünf Gerätetests, keinen davon auslassen

Datenblätter zeigen nicht, wie sich ein Gerät wirklich verhält. Prüfen Sie diese fünf Punkte:

  1. Echte Artikel scannen: mit den 20 meistverkauften Artikeln des Marktes beginnen, jeden 20 Mal scannen und die Fehllesungen notieren. Besonders prüfen: Weichverpackungen von Frischware, Metallkonserven und kaschierte Etiketten, die schwer zu lesen sind.
  2. Bildschirm bei Betriebsbeleuchtung prüfen: je einmal tagsüber und abends prüfen. Fällt ein Strahler direkt auf das Scanfenster, sinkt die Leserate; dann den Winkel ändern oder eine Blende ergänzen.
  3. 8 Stunden Dauerbetrieb: die Temperatur der Geräterückseite prüfen und beobachten, ob die Leistung gedrosselt wird oder das Gerät abstürzt. Bei Modellen mit passiver Kühlung besonders testen.
  4. Netztrennung testen: das Netzwerkkabel ziehen und prüfen, ob die lokale Zwischenspeicherung die Abfrage erlaubt und ob die Oberfläche den Offline-Betrieb klar anzeigt.
  5. Verschiedene Nutzer testen: je eine Person mit 155 cm und mit 180 cm Körpergröße einmal bedienen lassen und beobachten, ob sie sich bücken oder den Kopf heben muss und ob das Scanfenster gut erreichbar liegt.

Vierter Teil: Inbetriebnahme, sechs Entscheidungen vor dem Start

EntscheidungOptionenSo entscheiden Sie
StromversorgungPOE / DC 12 V / intern 220 VMit POE-Switch über POE, sonst über DC; Geräte mit großem Bildschirm haben 220 V integriert
NetzwerkKabelgebunden / WiFiKabelgebunden zuerst, denn WiFi fällt in öffentlichen Bereichen leicht aus; bei kabelgebundenen Geräten IP-Adressen planen
DatenquelleLokale Preisliste / Schnittstelle zum LadensystemLokale Liste, wenn das Gerät nur Preise anzeigt; an das System anbinden, wenn Kundenpreise oder Bestände gebraucht werden
SystemsperreEigener Launcher / eingeschränktes Konto mit UWFLauncher unter Android, eingeschränktes Konto unter Windows
Geplanter NeustartEinmal täglich nachtsIm System einstellen, um Speicherfragmentierung bei langen Laufzeiten zu begrenzen
ÜberwachungOnline-Status je Gerät / AbfragelogWissen, welches Gerät offline gegangen ist, statt es erst durch eine Kundenreklamation zu erfahren

Fünfter Teil: Fünf häufige Fehler

  • Nur nach Preis gekauft, Bildschirm zu klein: bleibt die Schrift unleserlich, fragt der Kunde doch das Personal, und die Investition ist verloren. Zuerst die Größe nach der Entfernung festlegen.
  • Direkt unter einem Strahler montiert: Reflexionen am Scanfenster senken die Leserate deutlich. Nach der Montage einmal unter der Beleuchtung des laufenden Betriebs messen.
  • In einen geschlossenen Leuchtkasten eingebaut: staut sich die Wärme, kommt es im Sommer bei hohen Temperaturen zum Absturz. Hinter dem Gerät müssen 3–5 cm frei bleiben.
  • System nicht gesperrt: der Kunde verlässt die Anwendung, sieht den Desktop und ändert womöglich Einstellungen. Vor dem Produktivstart den Kiosk-Modus konfigurieren.
  • Keine Resergeäte vorbereitet: fällt ein Gerät aus, bricht der gesamte Ablauf ab. Bei einem Einsatz an mehreren Standorten 1–2 Reservegeräte einplanen.

Sechster Teil: Abnahmeliste

PunktAbnahmekriterien
Gehäuse und MontageKeine Kratzer am Gehäuse, Ständer fest befestigt, kein Wackeln bei leichtem Druck, keine freiliegenden Kabel
BildschirmKeine hellen oder dunklen Flecken, Touch reagiert in Ecken und am Rand, Helligkeit passt zum Standort
Scannen20 Lesungen in Folge an echten Ladenartikeln gelingen alle, auch Codes auf Handybildschirmen werden erkannt
SoftwareErgebnisse stimmen mit der Kasse überein, Offline-Zustand wird klar angezeigt, nach dem Verlassen kehrt die Seite zur Abfrage zurück
NetzwerkIP fest oder per DHCP reserviert, das Gerät verbindet sich nach einem Neustart wieder automatisch
DokumentationHandbuch, Garantiebedingungen, Systemwiederherstellung und Schnittstellenbeschreibung vollständig beigelegt

Siebter Teil: Häufige Fragen

„Wie genau führe ich die fünf Gerätetests aus dem Einkaufsführer durch?“

Gehen Sie fünf Schritte in dieser Reihenfolge durch: erst echte Ladenartikel je 20-mal scannen und die Leserate notieren; zweitens die Bildschirmreflexion bei Beleuchtung im Betrieb prüfen; drittens 8 Stunden Dauerbetrieb laufen lassen und Drosselung oder Abstürze beobachten; viertens das Netz trennen und prüfen, ob der lokale Cache antwortet; fünftens drei Mitarbeiter unterschiedlicher Größe bedienen lassen und feststellen, ob sie sich bücken oder recken müssen.

„Was kostet ein Preisscanner ungefähr?“

Der Preis hängt von Bildschirmgröße, System, Stromversorgung, Zusatzmodulen und Stückzahl ab und variiert stark. Senden Sie uns Ihre Anforderungen, und wir erstellen ein formelles Angebot zur Konfiguration. Wir veröffentlichen keinen pauschalen Preis.

„Kann ich zum Ausprobieren zuerst ein einzelnes Gerät kaufen?“

Ein Muster-Auftrag ist möglich. Bestätigen Sie das Muster vor der Serie; das Muster kann als erstes installiertes Gerät dienen. Klären Sie den Ablauf mit dem Vertrieb.

Senden Sie uns einfach diese Liste

Füllen Sie die sieben Abschnitte oben aus, und wir erarbeiten daraus Konfiguration und Angebot; das erspart das Hin und Her.